Mittwoch, 7. April 2010
Osterblog #2
Tag 3 – Geschichte
Am nächsten Tag ging‘s dann zur Genozid-Gedenkstelle in Kigali.
Für die, die’s nicht Wissen, hier nochmal eine kurze Zusammenfassung des Geschehens: Es fing damit an, dass die belgischen Kolonialherren das ruandische Volk in zwei Gruppen einteilten. Jeder, der mehr als 5 Kühe hatte, wurde Tutsi und jeder andere Hutu. Dies wurde auch an die Nachkommen vererbt. Da die Tutsis meist wohlhabender waren kam bald Unmut bei den Hutus auf. Das ging dann soweit, dass richtig gegen die Tutsis gehetzt wurde. Am 06.04.1994 eskalierte die Lage, als das Flugzeug des Ruandischen Präsidenten beim Landeanflug auf den Flughafen in Kigali abgeschossen wurde. In der folgenden Nacht begann der Genozid. Hutus töteten systematisch Tutsi bzw. andere Hutus, die Tutsi verstecken oder zur Flucht halfen. Das schlimme dabei war, dass die UN so gut wie nichts dagegen unternahm und die ganze Welt eigentlich nur wegsah. Letztendlich beendeten Rebellen aus Uganda das Massaker, die sich bis nach Kigali durchgekämpft hatten. Ergebnis: Von zehn Millionen Ruandischen Einwohnern worden eine Million ermordet, unzählige Weisenkinder, Flüchtlinge und verstümmelte Menschen waren die Folge.
(Alle Angaben ohne Gewähr – Bei Interesse bitte selber im Internet recherchieren. Außerdem kann ich den Film „Hotel Ruanda“ zu dem Thema empfehlen)
In der Gedenkstelle wurde jedenfalls über die Hintergründe Ereignisse und Folgen des Genozids aufgeklärt und darüber hinaus noch über andere Genozide der Welt informiert. Besonders schockiert hat mich aber die Tatsache, dass das Ganze erst 16 Jahre her ist, denn man denkt ja immer, sowas passiere in der heutigen Zeit nicht mehr. Außerdem habe ich mein Vertrauen in die internationale Gemeinschaft verloren, weil schnelles Eingreifen der UN die Ausmaße vermutlich vermindert hätte, stattdessen wurde fast gar nichts unternommen und anfangs sogar abgestritten, dass es sich um einen „Genozid“ handle.
Anschließend sind wir dann mit dem Bus Richtung Gisenyi gefahren, was im Westen Ruandas an der Grenze zum Kongo liegt. Die Stadt liegt direkt am Kivu-See und bis Goma (der nächsten Stadt im Kongo) sind es nur 2 km. Bei Goma gibt es einen ziemlich großen, aktiven Vulkan, den man auch von Gisenyi super sehen kann. Goma wurde 2002 von einer Lavawalze halb überrollt und auf der Lava wieder aufgebaut. Leider konnte ich mir die Stadt nicht angucken, da uns vom DED verboten wird in den Kongo zu reisen. Trotzdem konnten wir den Vulkan bewundern, der angeblich einen Lavasee im Krater hat. Daher raucht er auch ununterbrochen und nachts sieht man ein rotes Leuchten über dem Krater. Alles in allem zu jeder Tageszeit ein unglaublicher Anblick!
Gisenyi selber war ursprünglich mal ein Badeort, allerdings lief es wohl nicht so gut, weshalb heute eher nicht viel los ist in der Stadt. Der See ist trotzdem 1A und es gibt einen Supermarkt, der richtig gute Muffins hat.
Das Hotel war billig aber sauber und daher beliebt bei vielen Low-Budget-Touristen wie wir. Abends haben wir dann eine Runde Rommé gespielt und schnell neue Mitspieler gefunden. Am Ende waren wir dann 3 Deutsche, ein Amerikaner, eine Britin und ihr Ruandischer Freund. Von dem haben wir auch erfahren, dass es in der Nähe heiße Quellen gibt und haben uns verabredet am nächsten Tag alle gemeinsam dorthin zu fahren.
Tag 4 – Aussicht
Das Bett war im Vergleich zu den letzten Nächten mega geil, obwohl ich auch nur eine Matte auf dem Boden hatte, denn es gab nur 2 Richtige Betten in dem Raum (für Ulli und Hannah – naja macht nichts).
Um 10 ging’s los mit dem Matatu zu den heißen Quellen, die direkt am Seeufer waren. Das heiße Wasser floss direkt in den See und viele Einheimische badeten fleißig darin. Chris (der Amerikaner) und ich hatten die Idee gehabt Eier zu kaufen und sie im heißen Wasser zu kochen – schließlich war ja Ostersonntag. Allerdings war das Wasser dann wohl doch nicht heiß genug, denn selbst nach fast einer Stunde kochen waren die Eier immer noch halb flüssig – naja ein Versuch war’s wert.
Nachdem ausgiebig gebadet wurde ging’s dann noch in ein ziemlich teures Restaurant zum Fisch essen. Die Britin und der Ruander verabschiedeten sich dann schon von uns, da sie den Bus nach Kigali kriegen mussten. Also haben die beiden Mädchen, Chris und ich uns alleine auf den Rückweg gemacht. Tragischer weise haben wir die falsche Straße genommen und sind am Ende an einem Militärposten raus gekommen, der uns nicht durch gelassen hat. Ok, zurück wollten wir jetzt auch nicht wieder gehen, also sind wir querfeldein gelaufen – sprich: die Berge hoch und runter durch Felder und Kuhweiden. Von dort hatte mein einen fantastischen Ausblick auf Gisenyi, Goma, den Vulkan und den See – besser ging‘s nicht. Natürlich laufen Ruandische Kinder auch den Mzungus hinterher, wenn sie welche in ihrem Dorf sehen, sodass wir bald einen Haufen Kinder als Gefolgschaft hatten, die in Ruanda übrigens nicht „How are you?“ sondern „Good morning!“ sagen – den ganzen Tag über, auch nachts. Naja, immerhin mal was anderes^^
Als wir dann in Gisenyi ankamen war es schon kurz vorm dunkel werden (in Ruanda wird es um 6 dunkel, wegen der Zeitumstellung :S ) und Chris und ich sind nochmal im Sonnenuntergang baden gewesen. Abends gab‘s dann nochmal ne Runde Rommé zu viert und dann ging’s ins Bett.
Cooles Ostern – auf jeden Fall!
Tag 5 und 6 – Odyssee
Am nächsten Morgen sind die Mädels schon um 6 Uhr aufgestanden und haben den Bus nach Kibuye genommen. Da ich ja die Woche arbeiten muss, habe ich mich auf den Heimweg gemacht. Um 9 ging’s los Richtung Kigali. Von dort habe ich den Bus nach Kampala bekommen, der zwar mega gemütlich war, wo sie mich aber übelst mit dem Preis beschissen haben – naja mit dem Mzungu kann man‘s ja machen…
Um 18.30 Uhr bin ich dann in Mbarara angekommen, wo ich dann auch die Nacht verbracht habe. Leider hatten alle Nachtclubs zu, obwohl Ostermontag war, weshalb ich mich in eine Bar gesetzt und mit dem Barkeeper ne Runge geschnaggt hab^^ War auch ganz lustig…
Dienstag bin ich dann um 8 los nach Kasese, wo ich nochmal beim Office der RMS vorbeigeschaut habe und ein paar Dinge wegen meiner Bergtour geklärt habe. Anschließend bin ich nach Fort Portal gefahren, wo ich so um 16 Uhr angekommen bin.
Insgesamt bin ich hin und zurück über 1.000 km gefahren – ca. 32 Stunden.
Und nächstes Wochenende geht’s schon wieder nach Kampala…
Ich hoffe ihr hattet auch spannende Ostern.
Liebe Grüße,
Jonas
Am nächsten Tag ging‘s dann zur Genozid-Gedenkstelle in Kigali.
Für die, die’s nicht Wissen, hier nochmal eine kurze Zusammenfassung des Geschehens: Es fing damit an, dass die belgischen Kolonialherren das ruandische Volk in zwei Gruppen einteilten. Jeder, der mehr als 5 Kühe hatte, wurde Tutsi und jeder andere Hutu. Dies wurde auch an die Nachkommen vererbt. Da die Tutsis meist wohlhabender waren kam bald Unmut bei den Hutus auf. Das ging dann soweit, dass richtig gegen die Tutsis gehetzt wurde. Am 06.04.1994 eskalierte die Lage, als das Flugzeug des Ruandischen Präsidenten beim Landeanflug auf den Flughafen in Kigali abgeschossen wurde. In der folgenden Nacht begann der Genozid. Hutus töteten systematisch Tutsi bzw. andere Hutus, die Tutsi verstecken oder zur Flucht halfen. Das schlimme dabei war, dass die UN so gut wie nichts dagegen unternahm und die ganze Welt eigentlich nur wegsah. Letztendlich beendeten Rebellen aus Uganda das Massaker, die sich bis nach Kigali durchgekämpft hatten. Ergebnis: Von zehn Millionen Ruandischen Einwohnern worden eine Million ermordet, unzählige Weisenkinder, Flüchtlinge und verstümmelte Menschen waren die Folge.
(Alle Angaben ohne Gewähr – Bei Interesse bitte selber im Internet recherchieren. Außerdem kann ich den Film „Hotel Ruanda“ zu dem Thema empfehlen)
In der Gedenkstelle wurde jedenfalls über die Hintergründe Ereignisse und Folgen des Genozids aufgeklärt und darüber hinaus noch über andere Genozide der Welt informiert. Besonders schockiert hat mich aber die Tatsache, dass das Ganze erst 16 Jahre her ist, denn man denkt ja immer, sowas passiere in der heutigen Zeit nicht mehr. Außerdem habe ich mein Vertrauen in die internationale Gemeinschaft verloren, weil schnelles Eingreifen der UN die Ausmaße vermutlich vermindert hätte, stattdessen wurde fast gar nichts unternommen und anfangs sogar abgestritten, dass es sich um einen „Genozid“ handle.
Anschließend sind wir dann mit dem Bus Richtung Gisenyi gefahren, was im Westen Ruandas an der Grenze zum Kongo liegt. Die Stadt liegt direkt am Kivu-See und bis Goma (der nächsten Stadt im Kongo) sind es nur 2 km. Bei Goma gibt es einen ziemlich großen, aktiven Vulkan, den man auch von Gisenyi super sehen kann. Goma wurde 2002 von einer Lavawalze halb überrollt und auf der Lava wieder aufgebaut. Leider konnte ich mir die Stadt nicht angucken, da uns vom DED verboten wird in den Kongo zu reisen. Trotzdem konnten wir den Vulkan bewundern, der angeblich einen Lavasee im Krater hat. Daher raucht er auch ununterbrochen und nachts sieht man ein rotes Leuchten über dem Krater. Alles in allem zu jeder Tageszeit ein unglaublicher Anblick!
Gisenyi selber war ursprünglich mal ein Badeort, allerdings lief es wohl nicht so gut, weshalb heute eher nicht viel los ist in der Stadt. Der See ist trotzdem 1A und es gibt einen Supermarkt, der richtig gute Muffins hat.
Das Hotel war billig aber sauber und daher beliebt bei vielen Low-Budget-Touristen wie wir. Abends haben wir dann eine Runde Rommé gespielt und schnell neue Mitspieler gefunden. Am Ende waren wir dann 3 Deutsche, ein Amerikaner, eine Britin und ihr Ruandischer Freund. Von dem haben wir auch erfahren, dass es in der Nähe heiße Quellen gibt und haben uns verabredet am nächsten Tag alle gemeinsam dorthin zu fahren.
Tag 4 – Aussicht
Das Bett war im Vergleich zu den letzten Nächten mega geil, obwohl ich auch nur eine Matte auf dem Boden hatte, denn es gab nur 2 Richtige Betten in dem Raum (für Ulli und Hannah – naja macht nichts).
Um 10 ging’s los mit dem Matatu zu den heißen Quellen, die direkt am Seeufer waren. Das heiße Wasser floss direkt in den See und viele Einheimische badeten fleißig darin. Chris (der Amerikaner) und ich hatten die Idee gehabt Eier zu kaufen und sie im heißen Wasser zu kochen – schließlich war ja Ostersonntag. Allerdings war das Wasser dann wohl doch nicht heiß genug, denn selbst nach fast einer Stunde kochen waren die Eier immer noch halb flüssig – naja ein Versuch war’s wert.
Nachdem ausgiebig gebadet wurde ging’s dann noch in ein ziemlich teures Restaurant zum Fisch essen. Die Britin und der Ruander verabschiedeten sich dann schon von uns, da sie den Bus nach Kigali kriegen mussten. Also haben die beiden Mädchen, Chris und ich uns alleine auf den Rückweg gemacht. Tragischer weise haben wir die falsche Straße genommen und sind am Ende an einem Militärposten raus gekommen, der uns nicht durch gelassen hat. Ok, zurück wollten wir jetzt auch nicht wieder gehen, also sind wir querfeldein gelaufen – sprich: die Berge hoch und runter durch Felder und Kuhweiden. Von dort hatte mein einen fantastischen Ausblick auf Gisenyi, Goma, den Vulkan und den See – besser ging‘s nicht. Natürlich laufen Ruandische Kinder auch den Mzungus hinterher, wenn sie welche in ihrem Dorf sehen, sodass wir bald einen Haufen Kinder als Gefolgschaft hatten, die in Ruanda übrigens nicht „How are you?“ sondern „Good morning!“ sagen – den ganzen Tag über, auch nachts. Naja, immerhin mal was anderes^^
Als wir dann in Gisenyi ankamen war es schon kurz vorm dunkel werden (in Ruanda wird es um 6 dunkel, wegen der Zeitumstellung :S ) und Chris und ich sind nochmal im Sonnenuntergang baden gewesen. Abends gab‘s dann nochmal ne Runde Rommé zu viert und dann ging’s ins Bett.
Cooles Ostern – auf jeden Fall!
Tag 5 und 6 – Odyssee
Am nächsten Morgen sind die Mädels schon um 6 Uhr aufgestanden und haben den Bus nach Kibuye genommen. Da ich ja die Woche arbeiten muss, habe ich mich auf den Heimweg gemacht. Um 9 ging’s los Richtung Kigali. Von dort habe ich den Bus nach Kampala bekommen, der zwar mega gemütlich war, wo sie mich aber übelst mit dem Preis beschissen haben – naja mit dem Mzungu kann man‘s ja machen…
Um 18.30 Uhr bin ich dann in Mbarara angekommen, wo ich dann auch die Nacht verbracht habe. Leider hatten alle Nachtclubs zu, obwohl Ostermontag war, weshalb ich mich in eine Bar gesetzt und mit dem Barkeeper ne Runge geschnaggt hab^^ War auch ganz lustig…
Dienstag bin ich dann um 8 los nach Kasese, wo ich nochmal beim Office der RMS vorbeigeschaut habe und ein paar Dinge wegen meiner Bergtour geklärt habe. Anschließend bin ich nach Fort Portal gefahren, wo ich so um 16 Uhr angekommen bin.
Insgesamt bin ich hin und zurück über 1.000 km gefahren – ca. 32 Stunden.
Und nächstes Wochenende geht’s schon wieder nach Kampala…
Ich hoffe ihr hattet auch spannende Ostern.
Liebe Grüße,
Jonas
Verfasst von
Jonas
um
16:07
Dienstag, 6. April 2010
Osterblog #1
Hallo alle zusammen! Ich hoffe ihr habt Ostern gut überstanden. Ich war ja dick am rumreisen und bin grade erst nach Hause gekommen. Natürlich kommt hier auch gleich der Reisebericht – diesmal aber in mehreren Etappen, damit sich nicht wieder über meinen „Schreibdurchfall“ beklagt wird…
Tag 1 – Matatu fahren…
Am Gründonnerstag ging’s morgens um 9 los. Vorher wollt ich noch meine Hose vom Schneider abholen, der die nochmal enger machen sollte, allerdings hatte der nicht offen – naja hab ich halt nur eine Hose mit… schade.
Das Matatu war auch schon fast voll und ist gleich losgefahren. Zwar waren wir einer zu viel als erlaubt, aber die Fahrer hatten da einen schlauen Trick: Immer kurz bevor Polizei-Kontrolle war, was sie durch Handzeichen der entgegen kommenden Matatus bemerkten, stieg der Conductor (der der das Geld immer einsammelt) aus und hat sich ein Boda bis nach der Kontrolle genommen. Das Boda war wohl billiger als die Polizei zu bestechen.
Nach Kasese ging’s dann mitten durch den Queen-Elisabeth NP. Dort haben wir Paviane, Büffel, ugandische Antilopen, Kronenkraniche und sogar Elefanten am Straßenrand gesehen. Auf dem Rückweg gab’s sogar noch ein Warzenschwein oben drauf…
Joa der Rest der Strecke war weniger interessant. In Mbarara mussten wir umsteigen in ein Matatu mit 22 Leuten. Nochmal zur Erinnerung: Die sind für 14 Passagiere zugelassen, also mit Fahrer und Conductor 16 Leute. Teilweise saß ich also zu fünft in einer 3er-Reihe. Nach insgesamt etwa 10 Stunden Fahrt sind wir dann endlich in Kabale angekommen, wo wir im „Home of Edirisa“ geschlafen haben. Nebenan gibt’s da ne richtig coole Bäckerei, wo man super Gebäck bekommt.
Joa abends waren wir dann noch mit Benny, der in Kabale wohnt, bei dem Direktor seiner Schule essen (Benny isst da jeden Tag) und anschließend sind wir dann ins Bett gegangen. Tragischer weise hatten wir Betten im Dormitory, also einem Gemeinschaftsschlafsaal. Die Betten waren hart, haben gewackelt und ständig sind Leute ein und aus gegangen. Dazu kam, dass wir um 6 aufstehen mussten, weil wir den Nachtbus aus Kampala abpassen wollten. Alles in allem: Eine ziemlich grausige Nacht.
Tag 2 – Struktur
Punkt 7 standen wir beim Buspark aber kein Bus in Sicht. Letztendlich haben wir uns dann doch für ein Taxi entschieden. (Diesmal kein Matatu sondern ein normales Auto mit 5 Sitzen, das Prinzip ist aber das gleiche, es gibt nur keinen Conduktor.) Nach einer Stunde warten sind wir dann zu siebent Richtung ruandischer Grenze gefahren, was eigentlich nur 45 min gedauert hat…
Naja, dort sind wir dann durch das ugandische Emigration- und das ruandische Immigration-Office gezuckelt und haben fleißig Stempel gesammelt. Zwischendurch kamen dann noch hunderte Geld-Wechsel-Leute auf uns zu und wollten, dass wir bei ihnen Geld umtauschen. Die Zeit haben wir auch noch umgestellt und schließlich haben wir zufälligerweise einen anderen Bus aus Kampala gesehen, der uns auch direkt bis Kigali mitgenommen hat - Achtung, Rechtsverkehr!
Kigali ist nichts im Vergleich zu Kampala! Zunächst einmal ist Kigali mit nicht mal einer Millionen Einwohner viel kleiner als Kampala. Dann herrscht dort eine gewisse Grundordnung. Zwar nicht wie in Deutschland, aber immerhin. Es gibt Ampeln, an denen auch angehalten wird. Es gibt viel weniger „Speed humps“ , weil die Leute anscheinend von sich aus langsam fahren. Die Bodas heißen Motos und dürfen nur einen Fahrgast per Moto mitnehmen, außerdem gilt Helmpflicht für Fahrer und Passagier, weshalb die Fahrer immer zwei Helme dabei haben. Am meisten umgehauen haben mich aber die Bushaltestellen! Da stellt man sich hin und wartet, dass ein Matatu vorbei kommt. Und das fährt dann auch direkt los, egal ob’s voll ist, oder nicht. Zum ausseigen muss man Klopfen und kann dann auch nur an der nächsten Bushaltestelle raus – wie scheiße ist das denn^^ Naja, jedenfalls war ich ziemlich baff nach meiner ersten Matatufahrt in Kigali.
Tragischer weise ist Ruanda viel teurer als Uganda (das Wasser kostet das Doppelte – die Schokolade auch) und Französisch bzw. Kinyarwanda sprachig. Die Regierung hat zwar vor kurzem beschlossen die Sprache in Englisch zu ändern (das muss man sich erst mal vorstellen) aber effektiv sprechen nur die gebildeten 10% der Bevölkerung Englisch und Französisch sprechen leider auch nur geschätzte 50%. In Ruanda spricht halt jeder Kinyarwanda, wodurch eigentlich kein Grund besteht was anderes zu lernen. Jedenfalls hatte ich ziemliche Probleme mich zu verständigen – gut, dass ich Hannah dabei hatte, die ganz gut Französisch kann.
Als erstes waren wir dann natürlich in der Innenstadt einkaufen. Kigali hat auch einen Nakumat (westliches Einkaufzentrum) allerdings viel kleiner und viel teurer als der in Kampala. Dafür gibt’s eine deutsche Bäckerei und Fleischerei, wo wir uns direkt mit Wiener Würstchen und Brötchen eingedeckt haben – sehr geil! Das Schwarzbrot war leider alle.
Auf dem Markt habe ich mir dann noch eine Regenhose für meine Rwenzoritour im Mai für teuer Geld gekauft. Leider ist dann in der Nähe vom Markt Hannah ihr Portemonnaie geklaut worden, was nochmal für allerhand Aufregung gesorgt hat.
Danach sind wir dann zu anderen DED-weltwärts’lern, die in Kigali wohnen gefahren, wo wir dann auch übernachten wollten. Bei denen um die Ecke gibt’s ein Massage-Studio wo ich mir gleich mal eine Massage gegönnt habe :)
Abends sind wir dann noch mit jeder Menge anderen weltwärts’lern aus Ruanda in einen Club ähnlich dem Iguana (Mzunguanteil 50%) in Kampala gefahren und haben dicke Party gemacht… In Ruanda gib‘s Bier nicht in normalen Größen, sondern das große Bier hat 0,72l – man ist also nach einem Bier schon ganz gut dabei^^
Joa um 3 waren wir dann wieder zu Hause, wir leider nach einem 22-Stunden-Tag zu dritt auf einer Matte mit einer 2 Decken schlafen mussten… und um halb neun mussten wir auch schon wieder aufstehen! Was soll sagen, die Nacht war noch beschissener, als die davor
-Lesen sie nächtes mal: Der leuchtende Vulkan, Rommé international und Einer in heißen Quellen-
Tag 1 – Matatu fahren…
Am Gründonnerstag ging’s morgens um 9 los. Vorher wollt ich noch meine Hose vom Schneider abholen, der die nochmal enger machen sollte, allerdings hatte der nicht offen – naja hab ich halt nur eine Hose mit… schade.
Das Matatu war auch schon fast voll und ist gleich losgefahren. Zwar waren wir einer zu viel als erlaubt, aber die Fahrer hatten da einen schlauen Trick: Immer kurz bevor Polizei-Kontrolle war, was sie durch Handzeichen der entgegen kommenden Matatus bemerkten, stieg der Conductor (der der das Geld immer einsammelt) aus und hat sich ein Boda bis nach der Kontrolle genommen. Das Boda war wohl billiger als die Polizei zu bestechen.
Nach Kasese ging’s dann mitten durch den Queen-Elisabeth NP. Dort haben wir Paviane, Büffel, ugandische Antilopen, Kronenkraniche und sogar Elefanten am Straßenrand gesehen. Auf dem Rückweg gab’s sogar noch ein Warzenschwein oben drauf…
Joa der Rest der Strecke war weniger interessant. In Mbarara mussten wir umsteigen in ein Matatu mit 22 Leuten. Nochmal zur Erinnerung: Die sind für 14 Passagiere zugelassen, also mit Fahrer und Conductor 16 Leute. Teilweise saß ich also zu fünft in einer 3er-Reihe. Nach insgesamt etwa 10 Stunden Fahrt sind wir dann endlich in Kabale angekommen, wo wir im „Home of Edirisa“ geschlafen haben. Nebenan gibt’s da ne richtig coole Bäckerei, wo man super Gebäck bekommt.
Joa abends waren wir dann noch mit Benny, der in Kabale wohnt, bei dem Direktor seiner Schule essen (Benny isst da jeden Tag) und anschließend sind wir dann ins Bett gegangen. Tragischer weise hatten wir Betten im Dormitory, also einem Gemeinschaftsschlafsaal. Die Betten waren hart, haben gewackelt und ständig sind Leute ein und aus gegangen. Dazu kam, dass wir um 6 aufstehen mussten, weil wir den Nachtbus aus Kampala abpassen wollten. Alles in allem: Eine ziemlich grausige Nacht.
Tag 2 – Struktur
Punkt 7 standen wir beim Buspark aber kein Bus in Sicht. Letztendlich haben wir uns dann doch für ein Taxi entschieden. (Diesmal kein Matatu sondern ein normales Auto mit 5 Sitzen, das Prinzip ist aber das gleiche, es gibt nur keinen Conduktor.) Nach einer Stunde warten sind wir dann zu siebent Richtung ruandischer Grenze gefahren, was eigentlich nur 45 min gedauert hat…
Naja, dort sind wir dann durch das ugandische Emigration- und das ruandische Immigration-Office gezuckelt und haben fleißig Stempel gesammelt. Zwischendurch kamen dann noch hunderte Geld-Wechsel-Leute auf uns zu und wollten, dass wir bei ihnen Geld umtauschen. Die Zeit haben wir auch noch umgestellt und schließlich haben wir zufälligerweise einen anderen Bus aus Kampala gesehen, der uns auch direkt bis Kigali mitgenommen hat - Achtung, Rechtsverkehr!
Kigali ist nichts im Vergleich zu Kampala! Zunächst einmal ist Kigali mit nicht mal einer Millionen Einwohner viel kleiner als Kampala. Dann herrscht dort eine gewisse Grundordnung. Zwar nicht wie in Deutschland, aber immerhin. Es gibt Ampeln, an denen auch angehalten wird. Es gibt viel weniger „Speed humps“ , weil die Leute anscheinend von sich aus langsam fahren. Die Bodas heißen Motos und dürfen nur einen Fahrgast per Moto mitnehmen, außerdem gilt Helmpflicht für Fahrer und Passagier, weshalb die Fahrer immer zwei Helme dabei haben. Am meisten umgehauen haben mich aber die Bushaltestellen! Da stellt man sich hin und wartet, dass ein Matatu vorbei kommt. Und das fährt dann auch direkt los, egal ob’s voll ist, oder nicht. Zum ausseigen muss man Klopfen und kann dann auch nur an der nächsten Bushaltestelle raus – wie scheiße ist das denn^^ Naja, jedenfalls war ich ziemlich baff nach meiner ersten Matatufahrt in Kigali.
Tragischer weise ist Ruanda viel teurer als Uganda (das Wasser kostet das Doppelte – die Schokolade auch) und Französisch bzw. Kinyarwanda sprachig. Die Regierung hat zwar vor kurzem beschlossen die Sprache in Englisch zu ändern (das muss man sich erst mal vorstellen) aber effektiv sprechen nur die gebildeten 10% der Bevölkerung Englisch und Französisch sprechen leider auch nur geschätzte 50%. In Ruanda spricht halt jeder Kinyarwanda, wodurch eigentlich kein Grund besteht was anderes zu lernen. Jedenfalls hatte ich ziemliche Probleme mich zu verständigen – gut, dass ich Hannah dabei hatte, die ganz gut Französisch kann.
Als erstes waren wir dann natürlich in der Innenstadt einkaufen. Kigali hat auch einen Nakumat (westliches Einkaufzentrum) allerdings viel kleiner und viel teurer als der in Kampala. Dafür gibt’s eine deutsche Bäckerei und Fleischerei, wo wir uns direkt mit Wiener Würstchen und Brötchen eingedeckt haben – sehr geil! Das Schwarzbrot war leider alle.
Auf dem Markt habe ich mir dann noch eine Regenhose für meine Rwenzoritour im Mai für teuer Geld gekauft. Leider ist dann in der Nähe vom Markt Hannah ihr Portemonnaie geklaut worden, was nochmal für allerhand Aufregung gesorgt hat.
Danach sind wir dann zu anderen DED-weltwärts’lern, die in Kigali wohnen gefahren, wo wir dann auch übernachten wollten. Bei denen um die Ecke gibt’s ein Massage-Studio wo ich mir gleich mal eine Massage gegönnt habe :)
Abends sind wir dann noch mit jeder Menge anderen weltwärts’lern aus Ruanda in einen Club ähnlich dem Iguana (Mzunguanteil 50%) in Kampala gefahren und haben dicke Party gemacht… In Ruanda gib‘s Bier nicht in normalen Größen, sondern das große Bier hat 0,72l – man ist also nach einem Bier schon ganz gut dabei^^
Joa um 3 waren wir dann wieder zu Hause, wir leider nach einem 22-Stunden-Tag zu dritt auf einer Matte mit einer 2 Decken schlafen mussten… und um halb neun mussten wir auch schon wieder aufstehen! Was soll sagen, die Nacht war noch beschissener, als die davor
-Lesen sie nächtes mal: Der leuchtende Vulkan, Rommé international und Einer in heißen Quellen-
Verfasst von
Jonas
um
16:35
Dienstag, 30. März 2010
Überraschungen
Heute morgen bin ich nichts ahnend auf arbeit gegangen, da kommt eine SMS von Annet. Sie hätte grade ein Mädchen zur Welt gebracht. Ihr und dem Kind gehe es gut.
Gestern hatte sie noch gescherzt, dass sie Kontraktionen fühle und dass sie am Ende das Kind noch auf Arbeit bekomme. Dennoch war sie davon überzeugt heute wieder zur Arbeit zu kommen... Naja manchmal gehts in Afrika halt auch schneller als man denkt.
Gegen mittag wollte ich mit Janet, der Sekreterin, mal im Krankenhaus vorbei schauen, aber da war Annet schon wieder zu Hause... es herrscht halt Platzmangel.
Die anderen Lehrer waren jedenfalls auch voll happy, als sie davon gehört haben. Zur Tatsache, dass Annet gestern noch gearbeitet hat und schon längst wieder zu Hause ist meinten sie nur: "She is a real African woman, very strong!"
Da konnt ich dann auch nichts mehr hinzufügen...
Gestern hatte sie noch gescherzt, dass sie Kontraktionen fühle und dass sie am Ende das Kind noch auf Arbeit bekomme. Dennoch war sie davon überzeugt heute wieder zur Arbeit zu kommen... Naja manchmal gehts in Afrika halt auch schneller als man denkt.
Gegen mittag wollte ich mit Janet, der Sekreterin, mal im Krankenhaus vorbei schauen, aber da war Annet schon wieder zu Hause... es herrscht halt Platzmangel.
Die anderen Lehrer waren jedenfalls auch voll happy, als sie davon gehört haben. Zur Tatsache, dass Annet gestern noch gearbeitet hat und schon längst wieder zu Hause ist meinten sie nur: "She is a real African woman, very strong!"
Da konnt ich dann auch nichts mehr hinzufügen...
Verfasst von
Jonas
um
15:52
Sonntag, 28. März 2010
Fototour durch Fort Portal
An der Ecke von unserer Straße und der Hauptstraße. Der Stadtteil heißt Kacwamba und dort kann man schon jede Menge Sachen in den kleinen Läden kaufen.
Der Chapati-Mann in Kacwamba. Hier kaufe ich mir abends manchmal noch mein Rollegg, wenn ich zu faul bin zu kochen. Diesmal gabs 3 Chapati für 500 UGX.
Die Kacwamba Boda Station liegt am nähsten zu unserem Haus. Hier sieht man Frank mit dem gelben T-Shirt, einer meiner Stamm-Boda-Fahrer. Manchmal rufe ich ihn auch an, dann kommt er direkt zu unserem Haus und holt uns ab.
Auf dem Weg in die Stadt: Kasese Stage. Hier fahren die Taxis und Matatus nach Kasese ab. Teilweise mit mehr als 9 Leuten im Auto oder 25 im Matatu (Zugelassen für 5 bzw 15). Nach Kasese kommt man für 4,000 bis 5,000 UGX.
Das "Travellers Inn" - ein mittelklasse Hotel mit Restaurant und Bar. Hier gehen wir manchmal zum Billard oder Dart spielen hin. Lokals findet man hier eher weniger, da es schon eines der teureren Restaurants in Fort Portal ist.
Einer der Kreisverkehre in der Stadt. Links gehts Richtung Bundibugyo bzw Simliki NP, geradeaus ist das Stadtzentrum und dahinter der Markt.
Direkt daneben der sog. "Familien Inder" hier bekommt man einige Sachen billiger als woanders, dafür ist die Auswahl nicht so groß.
Die "Einkaufspassage" Fort Portals. Allerdings habe ich hier noch nie etwas gekauft.
Meine Bank, wo man vorzugsweise kurz vor Mitternacht Geld abheben sollte, weil ansonsten steht man etwa eine Stunde in der Schlange an.
Eine Gasse in der Innenstadt - eine sehr beliebte Abkürzung.
Andrew's Supermarket - Hier bekommt man eigentlich alles, was man so zum Leben braucht. Es gibt die größte Auswahl aber auch die höchsten Preise.
Daneben: Maria's Craft Shop. Die Regale, die man sehen kann kosten nur 12,000 UGX und machen sich sehr gut in unserer Küche. Ansonsten kann man hier auch jede Menge Schnick-Schnack kaufen.
Pier's Pizzeria. Jeden Mittwoch ist hier Mzungu-Treffen. Seit kurzen bekommt man hier auch für jede Pizza einen Stempel. Bei 12 gibt's eine Pizza umsonst... Ich hab schon 5.
Die Apotheke meines Vertrauens. Leider sind die Hustenbonbons schon seit geraumer Zeit ausverkauft.
Und zu guter Letzt nochmal ein Blick auf die Hauptstraße zwischen den beiden Kreisverkehren - das eigentliche Stadtzentrum.
Verfasst von
Jonas
um
14:22
Ostern und so...
Moin Leute,
Ich dachte mal ich melde mich auch mal wieder… Ist ja schon wieder n Weilchen her und ich hab mal wieder jede Menge erlebt.
Also erst mal sind wir inzwischen übers Bergfest hinaus – das war nämlich letzte Woche Freitag, am 19.03. Aus diesem Grund haben wir da auch dicke Party mit Stockbrot und so gemacht und meinen Geburtstag bei der Gelegenheit auch gleich noch ein bisschen nachgefeiert. Coole Aktion auf jeden Fall…
Joa auf Arbeit ist jetzt auch richtig was los. Meistens bin ich erst so um 4 oder 5 zu Hause. Ich habe jetzt nämlich insgesamt 5 Schüler. Dazu kommen noch die Lehrer, die auch teilweise PC-Unterricht nehmen. Examen gab’s letzte Woche auch schon und meine Schüler haben ziemlich gut abgeschnitten.
Außerdem habe ich jetzt angefangen zweimal die Woche Deutsch-Stunden zu geben. Da habe ich so 5 bis 10 Schüler, die auch alle ganz motiviert und interessiert sind. Auf den Deutsch Unterricht freue ich mich immer am meisten in der Woche, denn das bringt echt Spaß und dann kann es auch schon mal passieren, dass ich erst um halb 6 zu Hause bin.
Leider ist Annet aber nur noch ein oder zwei Wochen da, weil sie ja dann wie gesagt ihr Kind bekommt. Dann wird es wohl nur noch halb so lustig auf Arbeit, aber immerhin ist es nur für einen Monat, denn im Mai bin ich selber auch im Urlaub und im Juni kommt sie wahrscheinlich schon wieder :)
Joa, für die, die es noch nicht bemerkt haben, demnächst ist Ostern… Deswegen haben wir gestern große Eier-Party nach alter Neubert ‘scher Familientradition gemacht. Hat auch gut Spaß gemacht und es herrschte allgemeine Begeisterung. Gestern waren wir dann auch noch bei Katrin und Marcel zum Grillen, wo es dann auch gleich Omelette gab. Ja, die beiden haben sich einen Grill gebaut, und der ist echt gut geworden - gutes Fleisch kann man hier unglaublicher Weise auch kaufen.
Ich hab Freitag auch versucht den Lokals auf Arbeit zu erklären, wie bei uns so Ostern abläuft, was sie ziemlich lustig fanden. Von Eier bemalen oder suchen bzw. vom Osterhasen hat hier nämlich noch niemand was gehört. Sie haben sich gewundert, dass es Ostern bei uns überhaupt gibt, weil seit ich ihnen erzählt habe, dass ich nicht an Gott und Jesus (und Witchcraft) glaube, denken sei wohl, wir hätten gar nichts Christliches in Deutschland. Hier trifft man sich glaube ich mit seiner Familie und schlachtet eine Ziege, ein Huhn oder ähnliches zu Ostern.
Und was macht man als Deutscher Volunteer in Afrika zu Ostern? Natürlich rumreisen! Diesmal nach Rwanda, da braucht man als Deutscher nämlich kein Visum, wodurch man direkt mal 50$ spart. Gründonnerstag sind auch noch Ferien an meiner Schule, deswegen geht’s schon Donnerstag los… Einen ausführlichen Reisebericht gibt’s dann hinterher.
Joa morgen werde ich auf Arbeit mal das ein oder andere Osterei verschenken und Dienstag nochmal die Verben „sein“ und „haben“ wiederholen. Mittwoch hohl ich mir dann nochmal n Pizza-Stempel bei Pier ab (Mzungu-Treffen) und Donnerstag geht’s dann auch schon los.
In diesem Sinne,
Frohe Ostern!

Faben mit Fieberthermometer zum Temperatur halten

Abwachsen (ich mit dem T-Shirt von meiner Schule)

Das Endprodukt
Ich dachte mal ich melde mich auch mal wieder… Ist ja schon wieder n Weilchen her und ich hab mal wieder jede Menge erlebt.
Also erst mal sind wir inzwischen übers Bergfest hinaus – das war nämlich letzte Woche Freitag, am 19.03. Aus diesem Grund haben wir da auch dicke Party mit Stockbrot und so gemacht und meinen Geburtstag bei der Gelegenheit auch gleich noch ein bisschen nachgefeiert. Coole Aktion auf jeden Fall…
Joa auf Arbeit ist jetzt auch richtig was los. Meistens bin ich erst so um 4 oder 5 zu Hause. Ich habe jetzt nämlich insgesamt 5 Schüler. Dazu kommen noch die Lehrer, die auch teilweise PC-Unterricht nehmen. Examen gab’s letzte Woche auch schon und meine Schüler haben ziemlich gut abgeschnitten.
Außerdem habe ich jetzt angefangen zweimal die Woche Deutsch-Stunden zu geben. Da habe ich so 5 bis 10 Schüler, die auch alle ganz motiviert und interessiert sind. Auf den Deutsch Unterricht freue ich mich immer am meisten in der Woche, denn das bringt echt Spaß und dann kann es auch schon mal passieren, dass ich erst um halb 6 zu Hause bin.
Leider ist Annet aber nur noch ein oder zwei Wochen da, weil sie ja dann wie gesagt ihr Kind bekommt. Dann wird es wohl nur noch halb so lustig auf Arbeit, aber immerhin ist es nur für einen Monat, denn im Mai bin ich selber auch im Urlaub und im Juni kommt sie wahrscheinlich schon wieder :)
Joa, für die, die es noch nicht bemerkt haben, demnächst ist Ostern… Deswegen haben wir gestern große Eier-Party nach alter Neubert ‘scher Familientradition gemacht. Hat auch gut Spaß gemacht und es herrschte allgemeine Begeisterung. Gestern waren wir dann auch noch bei Katrin und Marcel zum Grillen, wo es dann auch gleich Omelette gab. Ja, die beiden haben sich einen Grill gebaut, und der ist echt gut geworden - gutes Fleisch kann man hier unglaublicher Weise auch kaufen.
Ich hab Freitag auch versucht den Lokals auf Arbeit zu erklären, wie bei uns so Ostern abläuft, was sie ziemlich lustig fanden. Von Eier bemalen oder suchen bzw. vom Osterhasen hat hier nämlich noch niemand was gehört. Sie haben sich gewundert, dass es Ostern bei uns überhaupt gibt, weil seit ich ihnen erzählt habe, dass ich nicht an Gott und Jesus (und Witchcraft) glaube, denken sei wohl, wir hätten gar nichts Christliches in Deutschland. Hier trifft man sich glaube ich mit seiner Familie und schlachtet eine Ziege, ein Huhn oder ähnliches zu Ostern.
Und was macht man als Deutscher Volunteer in Afrika zu Ostern? Natürlich rumreisen! Diesmal nach Rwanda, da braucht man als Deutscher nämlich kein Visum, wodurch man direkt mal 50$ spart. Gründonnerstag sind auch noch Ferien an meiner Schule, deswegen geht’s schon Donnerstag los… Einen ausführlichen Reisebericht gibt’s dann hinterher.
Joa morgen werde ich auf Arbeit mal das ein oder andere Osterei verschenken und Dienstag nochmal die Verben „sein“ und „haben“ wiederholen. Mittwoch hohl ich mir dann nochmal n Pizza-Stempel bei Pier ab (Mzungu-Treffen) und Donnerstag geht’s dann auch schon los.
In diesem Sinne,
Frohe Ostern!
Faben mit Fieberthermometer zum Temperatur halten
Abwachsen (ich mit dem T-Shirt von meiner Schule)
Das Endprodukt
Verfasst von
Jonas
um
13:51
Dienstag, 16. März 2010
…und es gibt doch Schnee in Afrika!
Hallo alle zusammen und mal wieder herzlich willkommen zu einem brandneuen Blogeintrag.
Letzte Woche ist wieder einiges passiert. Zunächst einmal habe ich mein zweites Päckchen aus Deutschland bekommen, was erstaunlicher Weise nur 3 Wochen gebraucht hat. Drinn war Tee, Schokolade, Haribo, Kekse, Ostermalfarben, Kräutersamen und meine Schwimmbrille zum Tauchen in den Crater-Lakes. Und nein, die Schokolade ist noch nicht alle… Naja auch jeden fallhabe ich mich riesig gefreut und ich hoffe mal, dass die Ration jetzt reicht, bis Papa im Mai kommt.
Apropos Mai: Letzten Samstag wollte ich mich mal über Rwenzori-Bergtouren erkundigen. Also hab ich mir morgens ein Matatu geschnappt und bin Richtung Kasese zum Office der Rwenzori Mounteneering Services RMS gefahren. Auf dem Weg dahin führte die Straße immer an den Bergen lang und ein einer Stelle, kurz vor Kasese, konnte ich sogar einem Blick auf die höchsten Berge (Mt. Sanley etc.) werfen und überraschender Weise konnte man sogar Schnee erkennen. Zwar waren da keine großen Gletscher, wie das früher angeblich mal der Fall gewesen ist, aber immerhin waren da kleine Schneefelder zu sehen. Naja der Klimawandel lässt mal wieder grüßen.
Trotzdem hab ich mich gefreut wenigstens einmal dieses Jahr Schnee zu sehen, auch wenn mir dabei selber ziemlich heiß war, denn das war echt ein ziemlich warmer Tag und in Kasese ist es eh nochmal wärmer.
Naja in Kasese hab ich mich dann auch über die Tour informiert und hab auch gleich gebucht. Vom 01.05. bis 07.05. bin ich jetzt wahrscheinlich auf Hüttentour in den Rwenzoris. Der ganze Spaß kostet zwar etwa 800$ aber man gönnt sich ja sonst nichts. Außerdem komme ich dann auch bis auf 4.300m hoch – wo hat man das schon in Deutschland?
Joa Freitag hab ich dann auch meinen Nachfolger kennen gelernt, der ab Sommer meinen Platz bekommen soll und erst mal mit ihm geskyped. Er war auch spontan begeistern von dem Einsatzplatz und hat auch direkt zugesagt. Darüber hinaus war ich auch spontan begeistert, dass ich endlich weiß, wer nach mir kommt und quasi mein Erbe antreten wird *höhö*. Zu guter Letzt war auch noch Annet spontan begeistert, als sie gehört hat, dass ein neuer Volunteer nächstes Jahr kommen wird und dass er wohl ganz nett ist.
Joa für die, dies noch nicht wissen, ich habe heute Geburtstag und habe eben mit den Lehrern von meiner Schule eine kleine Party gefeiert. Es war schon lustig zu sehen, dass sie eigentlich ganz andere Vorstellungen von Feiern haben als ich. Der eine meinte erst mal, dass man sich doch vorher mit allen hinsetzen, ein Budget festlegen und dann Vorschläge sammeln müsse… naja. Letztendlich habe ich dann Stühle ausgeliehen, Feuerholz, Getränke und Mehl gekauft und dann 3kg Stockbrot für 20 Leute gemacht. Da niemand der Lehrer jemals in seinem Leben irgendetwas von Stockbrot gehört hatte, waren sie auch alle spontan begeistert, sodass die Party ziemlich zufriedenstellend war. Sie waren auch alle beeindruckt, dass ich als Mzungu Feuer machen kann, aber ich glaube langsam sind sie soweit, dass sie mir alles zutrauen^^
Naja leider ging das Ganze nur 2 Stunden (6 bis 8 Uhr), weil die Ugander ja immer ziemlich früh ins Bett gehen.
Naja dafür hab ich jetzt noch Zeit zum Bog schreiben…
Liebe Grüße aus Uganda,
Jonas

Einige der Lehrer ums Feuer
Letzte Woche ist wieder einiges passiert. Zunächst einmal habe ich mein zweites Päckchen aus Deutschland bekommen, was erstaunlicher Weise nur 3 Wochen gebraucht hat. Drinn war Tee, Schokolade, Haribo, Kekse, Ostermalfarben, Kräutersamen und meine Schwimmbrille zum Tauchen in den Crater-Lakes. Und nein, die Schokolade ist noch nicht alle… Naja auch jeden fallhabe ich mich riesig gefreut und ich hoffe mal, dass die Ration jetzt reicht, bis Papa im Mai kommt.
Apropos Mai: Letzten Samstag wollte ich mich mal über Rwenzori-Bergtouren erkundigen. Also hab ich mir morgens ein Matatu geschnappt und bin Richtung Kasese zum Office der Rwenzori Mounteneering Services RMS gefahren. Auf dem Weg dahin führte die Straße immer an den Bergen lang und ein einer Stelle, kurz vor Kasese, konnte ich sogar einem Blick auf die höchsten Berge (Mt. Sanley etc.) werfen und überraschender Weise konnte man sogar Schnee erkennen. Zwar waren da keine großen Gletscher, wie das früher angeblich mal der Fall gewesen ist, aber immerhin waren da kleine Schneefelder zu sehen. Naja der Klimawandel lässt mal wieder grüßen.
Trotzdem hab ich mich gefreut wenigstens einmal dieses Jahr Schnee zu sehen, auch wenn mir dabei selber ziemlich heiß war, denn das war echt ein ziemlich warmer Tag und in Kasese ist es eh nochmal wärmer.
Naja in Kasese hab ich mich dann auch über die Tour informiert und hab auch gleich gebucht. Vom 01.05. bis 07.05. bin ich jetzt wahrscheinlich auf Hüttentour in den Rwenzoris. Der ganze Spaß kostet zwar etwa 800$ aber man gönnt sich ja sonst nichts. Außerdem komme ich dann auch bis auf 4.300m hoch – wo hat man das schon in Deutschland?
Joa Freitag hab ich dann auch meinen Nachfolger kennen gelernt, der ab Sommer meinen Platz bekommen soll und erst mal mit ihm geskyped. Er war auch spontan begeistern von dem Einsatzplatz und hat auch direkt zugesagt. Darüber hinaus war ich auch spontan begeistert, dass ich endlich weiß, wer nach mir kommt und quasi mein Erbe antreten wird *höhö*. Zu guter Letzt war auch noch Annet spontan begeistert, als sie gehört hat, dass ein neuer Volunteer nächstes Jahr kommen wird und dass er wohl ganz nett ist.
Joa für die, dies noch nicht wissen, ich habe heute Geburtstag und habe eben mit den Lehrern von meiner Schule eine kleine Party gefeiert. Es war schon lustig zu sehen, dass sie eigentlich ganz andere Vorstellungen von Feiern haben als ich. Der eine meinte erst mal, dass man sich doch vorher mit allen hinsetzen, ein Budget festlegen und dann Vorschläge sammeln müsse… naja. Letztendlich habe ich dann Stühle ausgeliehen, Feuerholz, Getränke und Mehl gekauft und dann 3kg Stockbrot für 20 Leute gemacht. Da niemand der Lehrer jemals in seinem Leben irgendetwas von Stockbrot gehört hatte, waren sie auch alle spontan begeistert, sodass die Party ziemlich zufriedenstellend war. Sie waren auch alle beeindruckt, dass ich als Mzungu Feuer machen kann, aber ich glaube langsam sind sie soweit, dass sie mir alles zutrauen^^
Naja leider ging das Ganze nur 2 Stunden (6 bis 8 Uhr), weil die Ugander ja immer ziemlich früh ins Bett gehen.
Naja dafür hab ich jetzt noch Zeit zum Bog schreiben…
Liebe Grüße aus Uganda,
Jonas
Einige der Lehrer ums Feuer
Verfasst von
Jonas
um
19:27
Montag, 8. März 2010
Kampala again...
Einen wunderschönen guten Morgen aus dem schönen Kampala. Ich sitz hier mal wieder auf der Terrasse vom DED-Guesthouse und daddel im Internet, was aber diesmal irgendwie nicht so geil funktioniert. Neben mir sitzen Katrin und Marcel, die auch mitgekommen sind. Heute (8.3.) ist nämlich Internationaler Frauentag und das ist in Uganda Feiertag. Sprich: wir haben diesmal sogar 3 Tage Zeit in Kampala unser Geld rauszuhauen.
Diesmal war’s sogar besonders viel, denn wir waren im Casino. Zuerst habe ich mich am Roulette versucht und direkt 20,000 (7€) verloren. Naja Roulette ist ja auch scheiße!
Danach ging‘s zum Black Jack und ja, die Dealerin war schwarz und dazu noch ziemlich hübsch, so wie überhaupt 90% der Dealerinnen in dem Casino^^ Alkohol gab’s auch umsonst – was will man(n) mehr?
Naja blöd war nur, dass der Mindesteinsatz bei 5,000 (2€) lag, was sich jetzt für ein Casino vielleicht nicht viel anhört in Uganda aber verdammt viel Geld ist. Also hab ich immer brav den Mindesteinsatz gesetzt und die Mzungu-Geldschleudern links und rechts von mir ignoriert. (Natürlich hab ich mich vorher im Internet über Regeln und Strategien informiert, nur zum Kartenzählen war ich zu langsam und/oder zu betrunken.) Am Anfang war ich sogar richtig gut und hatte nach etwa 2 Stunden sogar den Roulette-Verlust wieder drin plus 5,000 extra. Naja aber nach 2 Stunden kann man ja noch nicht nach Hause gehen schon gar nicht mit „nur“ 5,000 Gewinn und ohne das Alkoholangebot ausgiebig genossen zu haben.
Naja es kam wie es kommen musste, nach 5 Stunden hatte ich 100,000 (35€) weniger in der Tasche, 2 Liter Bier mehr im Körper und den ganzen Abend mega viel Spaß gehabt. Versuch mal in Deutschland im Casino mit 35€ 5 Stunden zu überleben… Da fand ich das hier schon gut.
Marcel hat sogar noch mehr Geld verbrannt als ich und Katrin hat 20,000 (7€) Gewinn gemacht. Das war dann auch der Grund, warum wir am nächsten Abend direkt nochmal im Casino waren. Diesmal hab ich das Roulette direkt übersprungen und hab außerdem weniger Geld mitgenommen (70,000 – 25€). Dennoch habe ich wieder etwa 5 Stunden Black Jack gespielt, bevor ich pleite war und während dessen ziemlich viele, ziemlich teure Getränke bestellt. Zwischendurch war ich sogar mal 20,000 im plus aber wann weiß halt nie, wann’s am schönsten ist. Dafür hat Marcel richtig abgeräumt und über 100,000 (35€) Gewinn gemacht – den Verlust vom Vortag konnte er damit aber nicht ausgleichen.
Fazit: Roulette ist scheiße. Black Jack bringt super viel Spaß; man verliert auch nicht viel in kurzer Zeit und kann recht lange Spaß haben. Man sollte allerdings darauf achten, dass man sich zwischendurch viele Getränke bestellt, damit man am Ende wenigstens etwas aus dem Casino mitnimmt. Letztendlich kann ich nur sagen die beiden Abende waren die 60€ definitiv wert, allein schon deswegen, weil man einmal im Leben im Casino gewesen sein sollte und im Kampala ist es halt noch vergleichsweise günstig. Trotzdem sollte man natürlich keinem Ugander erzählen, wieviel Geld man an einem Wochenende verbrannt hat.
In diesem Sinne,
Jonas
Diesmal war’s sogar besonders viel, denn wir waren im Casino. Zuerst habe ich mich am Roulette versucht und direkt 20,000 (7€) verloren. Naja Roulette ist ja auch scheiße!
Danach ging‘s zum Black Jack und ja, die Dealerin war schwarz und dazu noch ziemlich hübsch, so wie überhaupt 90% der Dealerinnen in dem Casino^^ Alkohol gab’s auch umsonst – was will man(n) mehr?
Naja blöd war nur, dass der Mindesteinsatz bei 5,000 (2€) lag, was sich jetzt für ein Casino vielleicht nicht viel anhört in Uganda aber verdammt viel Geld ist. Also hab ich immer brav den Mindesteinsatz gesetzt und die Mzungu-Geldschleudern links und rechts von mir ignoriert. (Natürlich hab ich mich vorher im Internet über Regeln und Strategien informiert, nur zum Kartenzählen war ich zu langsam und/oder zu betrunken.) Am Anfang war ich sogar richtig gut und hatte nach etwa 2 Stunden sogar den Roulette-Verlust wieder drin plus 5,000 extra. Naja aber nach 2 Stunden kann man ja noch nicht nach Hause gehen schon gar nicht mit „nur“ 5,000 Gewinn und ohne das Alkoholangebot ausgiebig genossen zu haben.
Naja es kam wie es kommen musste, nach 5 Stunden hatte ich 100,000 (35€) weniger in der Tasche, 2 Liter Bier mehr im Körper und den ganzen Abend mega viel Spaß gehabt. Versuch mal in Deutschland im Casino mit 35€ 5 Stunden zu überleben… Da fand ich das hier schon gut.
Marcel hat sogar noch mehr Geld verbrannt als ich und Katrin hat 20,000 (7€) Gewinn gemacht. Das war dann auch der Grund, warum wir am nächsten Abend direkt nochmal im Casino waren. Diesmal hab ich das Roulette direkt übersprungen und hab außerdem weniger Geld mitgenommen (70,000 – 25€). Dennoch habe ich wieder etwa 5 Stunden Black Jack gespielt, bevor ich pleite war und während dessen ziemlich viele, ziemlich teure Getränke bestellt. Zwischendurch war ich sogar mal 20,000 im plus aber wann weiß halt nie, wann’s am schönsten ist. Dafür hat Marcel richtig abgeräumt und über 100,000 (35€) Gewinn gemacht – den Verlust vom Vortag konnte er damit aber nicht ausgleichen.
Fazit: Roulette ist scheiße. Black Jack bringt super viel Spaß; man verliert auch nicht viel in kurzer Zeit und kann recht lange Spaß haben. Man sollte allerdings darauf achten, dass man sich zwischendurch viele Getränke bestellt, damit man am Ende wenigstens etwas aus dem Casino mitnimmt. Letztendlich kann ich nur sagen die beiden Abende waren die 60€ definitiv wert, allein schon deswegen, weil man einmal im Leben im Casino gewesen sein sollte und im Kampala ist es halt noch vergleichsweise günstig. Trotzdem sollte man natürlich keinem Ugander erzählen, wieviel Geld man an einem Wochenende verbrannt hat.
In diesem Sinne,
Jonas
Verfasst von
Jonas
um
09:27
Samstag, 27. Februar 2010
Villagepeople
Hallo Leute!
Ich bin wieder da vom Seminar in Kasunga (bei Fort Portal) und hab wieder viel zu Berichten.
Also wie schon gesagt war unser Zwischenseminar die ganze letzte Woche in Kasunga, was auf der anderen Seite vom Kibale-Forest in der Nähe von Fort Portal liegt.
Die ersten drei Tage haben wir unsere Erfahrungen ausgetauscht, Probleme besprochen und neue Ideen für die Zukunft gesammelt.
Am vierten Tag sind dann auch die Repräsentanten der Partnerorganisationen eingetroffen (für mich war Annet da) und wir haben einen Ausflug gemacht, den wir (die Freiwilligen aus Fort Portal) zuvor organisiert haben. Zunächst ging’s in Hannahs botanischen Garten, wo wir eine Führung durch die Flora Westugandas genießen konnten. Anschließend fuhren wir zum Lake Nkuruba, wo wir gegessen haben und anschließend 8 km durch die Crater-Lakes gewandert sind.
Freitag waren dann nochmal Diskussionsrunden mit den Vertretern der Partnerorganisationen angesagt und heute Morgen war dann Abreise.
Für die, die wollten, wurde dann noch eine Führung durch die nahe gelegene Teefabrik angeboten, wo man gut sehen konnte, wie der Tee verarbeitet wird.
Joa danach hat mich dann Annet noch eingeladen, ihr Dorf und ihr zu Hause zu besuchen, was direkt in der Nähe lag. Also haben wir uns bei der Teefabrik an die Straße gestellt und haben auf die nächste Mitfahrgelegenheit gewartet. Joa als dann eine kam, war saßen zwar schon 7 Leute drin (das Ganze war ein normales Auto mit 5 Sitzen), aber zu neunt kann man da ja auch noch locker drin sitzen (ich mein ist ja nicht mal doppelt so viel) und 2 Leute auf dem Fahrersitz ist doch auch mal ganz lustig. Gut dass die Fahrt nur 5 Minuten gedauert hat.
Naja im Dorf angekommen sind Annet und ich erst mal über den Markt gelaufen, der dort jeden Samstag ist und Annet hat Gemüse gekauft, während sie keine 20m gehen konnte ohne einen Cousin, Onkel oder anderen Verwandten oder Bekannten zu treffen, den ich dann natürlich auch gleich vorgestellt wurde.
Danach ging’s dann zu ihrem Haus, wo sie mit ihrer Mutter, einigen Schwestern und noch anderen wohnt, die mich auch alle nett begrüßt haben. Das Haus steht auf einem ziemlich großen Stück Land, worauf Matoke, Casava, Bananen, Süßkartoffeln, jede Menge Zuckerrohr und vieles mehr von der Familie angebaut wird. Außerdem haben sie auch 3 kleine Schweine, etwa 20 Kühe und ziemlich viele Hühner, Hunde und Katzen.
Nach der Grundstücksführung sollte dann gekocht werden wobei auch direkt eines der Hühner dran glauben musste. Ich hab dann beim Schlachten und Ausnehmen zugeschaut, was ich als alter Bio-LK’ler durchaus sehr interessant fand. Ich hab mich dann auch zum großen Erstaunen aller am Kochen beteiligt (Wie? Der Mzungu kann kochen? Und dann auch noch über dem offenen Feuer mit all dem Rauch?), indem ich mich um das Schnibbeln und braten des Gemüses gekümmert habe.
Joa nach dem Essen musste ich dann auch los – ich wollte ja noch vor der Dunkelheit zu Hause sein. Als Geschenk hab ich dann noch eine Stange Zuckerrohr bekommen, was man super als Süßigkeiten-Ersatz kann.
Joa Montag geht’s dann wieder arbeiten. Da kommen dann unsere 4 Schüler, die wir bisher haben, sowie Anne Breitenbach vom DED, die sich meinen Einsatzplatz ansehen will.
Bis demnächst,
Jonas
PS: Fotos gibt's diesmal nicht, weil ich's irgendwie blöd fand auf'm Dorf meine Kamera rauszuhohlen und das Seminar war jetzt fotographisch auch nicht so spannend.
Ich bin wieder da vom Seminar in Kasunga (bei Fort Portal) und hab wieder viel zu Berichten.
Also wie schon gesagt war unser Zwischenseminar die ganze letzte Woche in Kasunga, was auf der anderen Seite vom Kibale-Forest in der Nähe von Fort Portal liegt.
Die ersten drei Tage haben wir unsere Erfahrungen ausgetauscht, Probleme besprochen und neue Ideen für die Zukunft gesammelt.
Am vierten Tag sind dann auch die Repräsentanten der Partnerorganisationen eingetroffen (für mich war Annet da) und wir haben einen Ausflug gemacht, den wir (die Freiwilligen aus Fort Portal) zuvor organisiert haben. Zunächst ging’s in Hannahs botanischen Garten, wo wir eine Führung durch die Flora Westugandas genießen konnten. Anschließend fuhren wir zum Lake Nkuruba, wo wir gegessen haben und anschließend 8 km durch die Crater-Lakes gewandert sind.
Freitag waren dann nochmal Diskussionsrunden mit den Vertretern der Partnerorganisationen angesagt und heute Morgen war dann Abreise.
Für die, die wollten, wurde dann noch eine Führung durch die nahe gelegene Teefabrik angeboten, wo man gut sehen konnte, wie der Tee verarbeitet wird.
Joa danach hat mich dann Annet noch eingeladen, ihr Dorf und ihr zu Hause zu besuchen, was direkt in der Nähe lag. Also haben wir uns bei der Teefabrik an die Straße gestellt und haben auf die nächste Mitfahrgelegenheit gewartet. Joa als dann eine kam, war saßen zwar schon 7 Leute drin (das Ganze war ein normales Auto mit 5 Sitzen), aber zu neunt kann man da ja auch noch locker drin sitzen (ich mein ist ja nicht mal doppelt so viel) und 2 Leute auf dem Fahrersitz ist doch auch mal ganz lustig. Gut dass die Fahrt nur 5 Minuten gedauert hat.
Naja im Dorf angekommen sind Annet und ich erst mal über den Markt gelaufen, der dort jeden Samstag ist und Annet hat Gemüse gekauft, während sie keine 20m gehen konnte ohne einen Cousin, Onkel oder anderen Verwandten oder Bekannten zu treffen, den ich dann natürlich auch gleich vorgestellt wurde.
Danach ging’s dann zu ihrem Haus, wo sie mit ihrer Mutter, einigen Schwestern und noch anderen wohnt, die mich auch alle nett begrüßt haben. Das Haus steht auf einem ziemlich großen Stück Land, worauf Matoke, Casava, Bananen, Süßkartoffeln, jede Menge Zuckerrohr und vieles mehr von der Familie angebaut wird. Außerdem haben sie auch 3 kleine Schweine, etwa 20 Kühe und ziemlich viele Hühner, Hunde und Katzen.
Nach der Grundstücksführung sollte dann gekocht werden wobei auch direkt eines der Hühner dran glauben musste. Ich hab dann beim Schlachten und Ausnehmen zugeschaut, was ich als alter Bio-LK’ler durchaus sehr interessant fand. Ich hab mich dann auch zum großen Erstaunen aller am Kochen beteiligt (Wie? Der Mzungu kann kochen? Und dann auch noch über dem offenen Feuer mit all dem Rauch?), indem ich mich um das Schnibbeln und braten des Gemüses gekümmert habe.
Joa nach dem Essen musste ich dann auch los – ich wollte ja noch vor der Dunkelheit zu Hause sein. Als Geschenk hab ich dann noch eine Stange Zuckerrohr bekommen, was man super als Süßigkeiten-Ersatz kann.
Joa Montag geht’s dann wieder arbeiten. Da kommen dann unsere 4 Schüler, die wir bisher haben, sowie Anne Breitenbach vom DED, die sich meinen Einsatzplatz ansehen will.
Bis demnächst,
Jonas
PS: Fotos gibt's diesmal nicht, weil ich's irgendwie blöd fand auf'm Dorf meine Kamera rauszuhohlen und das Seminar war jetzt fotographisch auch nicht so spannend.
Verfasst von
Jonas
um
17:31
Donnerstag, 18. Februar 2010
Mzungu, give me my money!
Hallo liebe Leute.
Letztes Wochenende haben wir, also Ulli David und ich, mal wieder einen Ausflug in die Crater-Lakes südlich von Fort Portal gemacht. Wir haben uns mit Bodas zu einem Dorf fahren lassen und sind von dort aus Richtung „Mahoma Falls“ losgestiefelt. Leider war der Weg dann doch länger als gedacht, sodass wir gute 2 Stunden unterwegs waren.
Dazu muss man sagen, dass die Besiedlung in den Crater-Lakes doch recht spärlich und vor allem einfach und dörflich ist. Die Kinder die dort leben haben daher noch nicht so häufig einen Mzungu zu Gesicht bekommen und flippen dementsprechend aus, wenn sie uns sehen. Die ersten 20 Mal hab ich auf das obligatorische „How are you?“ auch noch mit „Fine!“ geantwortet, aber als die Kinder dann immer häufiger und immer nerviger wurden hab ich’s dann aufgegeben und bin zum ignorieren übergegangen. Das tollste war ja auch noch, dass sie ja nicht nur einmal gefragt haben sondern selbst auf die Antwort „Fine!“ noch zweimal gefragt haben. Boah!
Naja nach einer Stunde Wanderung ist uns dann auch ein Kind permanent hinterher gelaufen. Und bei einem ist es nicht geblieben… nach 10 Minuten waren es dann schon 3 und wenig später 6 Kinder! Nachdem wir dann versucht haben einfach mal stehen zu bleiben und zu gucken, was passiert, ist natürlich nichts passiert und wir mussten uns mit der Kinderschar abfinden.
Immerhin haben sie uns dann den Weg zu den Mahoma Falls gezeigt bzw. geschlagen, weil das letzte Stück war gar kein Weg mehr sonder ein Abhang.
Wir sind also gefühlte 200% Gefälle über einen Acker und weiter unten durch Bananenstauden und Flussdickicht gelaufen und sahen danach aus wie sau. Die Kinder natürlich immer hinterher bzw. ein Junge mit einem Panga (Machete) vorne weg.
Unten angekommen haben sie natürlich auch gleich nach Geld gefragt, was wir erst mal stur ignoriert haben.
Der Wasserfall an sich war ziemlich geil. Ich hab mich dann auch trotz Kinder ausgezogen und bin baden gegangen… das musste einfach sein. Im Nachhinein hab ich gedacht, dass eigentlich ich hätte Geld verlangen sollen dafür dass mir die Kinder die ganze Zeit beim Baden zugeguckt haben. Naja aber wann wird man das nächste Mal wieder unter einem Wasserfall duschen können?!
Naja tragischer weise war ich dann oben angekommen schon wieder vollkommen dreckig und verschwitzt. Nachdem wir den Kindern dann doch noch ein wenig Geld gegeben haben (wir sind ja keine Unmenschen) und sie dadurch losgeworden sind, waren wir dann auch noch am nächsten Crater-Lake – ohne Kinder!
Die 2 Stunden Fußmarsch zurück waren auch nicht grade angenehm. Immerhin war es an dem Tag nicht so heiß, denn es ist inzwischen wieder Regenzeit. Wieder im Dorf angekommen gab‘s erst mal 2 Soda für jeden und anschließend das Boda nach Hause.
Am Abend waren wir dann noch ordentlich Steak essen im Garden’s Restaurant.

Der Weg und die Kinder


Meine Badeaktion
Joa auf Arbeit hat sich immer noch nicht viel verändert. Heute war Aufnahme der neuen Schüler. Leider war keiner für uns dabei, aber einige haben Interesse an zusätzlichen Computerkursen am Nachmittag gezeigt. Also vielleicht geht’s demnächst echt mal los, wer weiß?
Joa morgen kommt Annet zum Essen. Was ich koche weiß ich noch nicht, aber ganz bestimmt kein Posho^^
Nächste Woche ist dann Zwischenseminar in der Nähe von Fort Portal für das wir einen Tagestrip organisieren sollten. Wir werden dann wohl mit der ganzen Belegschaft erst zu Hannah in den botanischen Garten gehen und anschließend zum Lake Nkuruba in den Crater-Lakes.
Ich melde mich dann wohl erst in 2 Wochen wieder…
Bis dahin, Jonas
PS: Mehr Bilder gibt's auch bei David.
Letztes Wochenende haben wir, also Ulli David und ich, mal wieder einen Ausflug in die Crater-Lakes südlich von Fort Portal gemacht. Wir haben uns mit Bodas zu einem Dorf fahren lassen und sind von dort aus Richtung „Mahoma Falls“ losgestiefelt. Leider war der Weg dann doch länger als gedacht, sodass wir gute 2 Stunden unterwegs waren.
Dazu muss man sagen, dass die Besiedlung in den Crater-Lakes doch recht spärlich und vor allem einfach und dörflich ist. Die Kinder die dort leben haben daher noch nicht so häufig einen Mzungu zu Gesicht bekommen und flippen dementsprechend aus, wenn sie uns sehen. Die ersten 20 Mal hab ich auf das obligatorische „How are you?“ auch noch mit „Fine!“ geantwortet, aber als die Kinder dann immer häufiger und immer nerviger wurden hab ich’s dann aufgegeben und bin zum ignorieren übergegangen. Das tollste war ja auch noch, dass sie ja nicht nur einmal gefragt haben sondern selbst auf die Antwort „Fine!“ noch zweimal gefragt haben. Boah!
Naja nach einer Stunde Wanderung ist uns dann auch ein Kind permanent hinterher gelaufen. Und bei einem ist es nicht geblieben… nach 10 Minuten waren es dann schon 3 und wenig später 6 Kinder! Nachdem wir dann versucht haben einfach mal stehen zu bleiben und zu gucken, was passiert, ist natürlich nichts passiert und wir mussten uns mit der Kinderschar abfinden.
Immerhin haben sie uns dann den Weg zu den Mahoma Falls gezeigt bzw. geschlagen, weil das letzte Stück war gar kein Weg mehr sonder ein Abhang.
Wir sind also gefühlte 200% Gefälle über einen Acker und weiter unten durch Bananenstauden und Flussdickicht gelaufen und sahen danach aus wie sau. Die Kinder natürlich immer hinterher bzw. ein Junge mit einem Panga (Machete) vorne weg.
Unten angekommen haben sie natürlich auch gleich nach Geld gefragt, was wir erst mal stur ignoriert haben.
Der Wasserfall an sich war ziemlich geil. Ich hab mich dann auch trotz Kinder ausgezogen und bin baden gegangen… das musste einfach sein. Im Nachhinein hab ich gedacht, dass eigentlich ich hätte Geld verlangen sollen dafür dass mir die Kinder die ganze Zeit beim Baden zugeguckt haben. Naja aber wann wird man das nächste Mal wieder unter einem Wasserfall duschen können?!
Naja tragischer weise war ich dann oben angekommen schon wieder vollkommen dreckig und verschwitzt. Nachdem wir den Kindern dann doch noch ein wenig Geld gegeben haben (wir sind ja keine Unmenschen) und sie dadurch losgeworden sind, waren wir dann auch noch am nächsten Crater-Lake – ohne Kinder!
Die 2 Stunden Fußmarsch zurück waren auch nicht grade angenehm. Immerhin war es an dem Tag nicht so heiß, denn es ist inzwischen wieder Regenzeit. Wieder im Dorf angekommen gab‘s erst mal 2 Soda für jeden und anschließend das Boda nach Hause.
Am Abend waren wir dann noch ordentlich Steak essen im Garden’s Restaurant.

Der Weg und die Kinder


Meine Badeaktion
Joa auf Arbeit hat sich immer noch nicht viel verändert. Heute war Aufnahme der neuen Schüler. Leider war keiner für uns dabei, aber einige haben Interesse an zusätzlichen Computerkursen am Nachmittag gezeigt. Also vielleicht geht’s demnächst echt mal los, wer weiß?
Joa morgen kommt Annet zum Essen. Was ich koche weiß ich noch nicht, aber ganz bestimmt kein Posho^^
Nächste Woche ist dann Zwischenseminar in der Nähe von Fort Portal für das wir einen Tagestrip organisieren sollten. Wir werden dann wohl mit der ganzen Belegschaft erst zu Hannah in den botanischen Garten gehen und anschließend zum Lake Nkuruba in den Crater-Lakes.
Ich melde mich dann wohl erst in 2 Wochen wieder…
Bis dahin, Jonas
PS: Mehr Bilder gibt's auch bei David.
Verfasst von
Jonas
um
16:37
Donnerstag, 11. Februar 2010
Jaa, ich lebe noch...
Moin Leute,
Ok, ok ich geb’s ja zu, ich hab lange nicht geschrieben. Aber andererseits ist in letzter Zeit auch nicht wirklich viel Neues passiert - der Alltag hat sich halt breit gemacht. Ich bin halt immer zu faul Ein-Absatz-Posts zu schreiben. Deshalb kommt jetzt des Neuste der letzten paar Wochen gebündelt fast aktuell…
Also erst mal wohnt ja David jetzt bei uns. Inzwischen hat er sich auch schon Möbel gekauft und gestern auch angefangen sein Zimmer (grün!?) zu streichen. Schlafen tut er im Moment zwar noch in Hannah’s Bett, denn Hannah ist auf Sansibar – jedenfalls wollte sie dahin, als sie vor fast 2 Wochen weggefahren ist. Seitdem hat man nämlich nichts mehr von ihr gehört. Vermutlich kommt sie nächste Woche wieder und dann sind wir zum ersten Mal 4 im Haus.
Das Gute ist, dass David viel und gerne kocht und so mal ein bisschen Abwechslung in unsere Nudel-Rührei-Kost kommt. Außerdem hat er Ahnung von Computern, sodass ich im Zweifelsfalle ihn fragen kann, wenn die Linux-Rechner an der Schule nicht so wollen, wie ich.
Joa außerdem bekomme ich demnächst auch Besuch. Mein Vater kommt nämlich im Mai nach Uganda und dann wird rumgetourt. Das hätte ich nämlich sonst größtenteils alleine machen müssen und jetzt nehme ich mir halt Urlaub im Mai und dann geht’s endlich mal in die Nationalparks.
Ich hab auch schon eine riesige Liste verfasst, was mir Papa alles noch aus der „Konsumgesellschaft“ mitbringen soll und ich wette, bis Mai ist die nochmal doppelt so lang geworden.
Außerdem bekommt Annet demnächst ihr erstes Kind (März oder April), sodass ich im April wahrscheinlich den Unterricht selber schmeißen muss.
Apropos Unterricht: Es wäre ja schön, wenn demnächst mal Schüler kommen würden. Seit Montag ist nämlich wieder offiziell Unterricht, allerdings sind, nachdem wir Montag (schon!) entschieden haben, welche Kurse wir überhaupt anbieten, verwunderlicher weise noch keine Schüler aufgetaucht. Ich hoffe das wird nächste Woche besser, weil sonst wird das ganze rumgesitze, gelese, geschlafe, Musik-gehöre und Laptop-gespiele in Lehrersimmer bzw. im PC-Raum auf Dauer ziemlich ätzend.
Naja ich sehe mich schon Ende April immer noch nichts zu tun haben… Dann such ich mir aber ein Projekt! Schulhof fegen klingt doch gut… Ok so schlimm ist dann doch noch nicht.^^
Zum Schluss noch eine kleine Abhandlung über ugandische Architektur:
Die Baustelle gegenüber nimmt nämlich gar merkwürdige Formen an…
Erst mal haben sie jede Menge Gräben gegraben – wohlgemerkt per Hand, mit einer Hacke, 10 Man gleichzeitig (Arbeiter kosten ja nichts).
Dann haben sie da Steine rein geschüttet – also so größere Granitdinger. Anschießend wieder Erde rein und fertig war das Fundament!? Das wird nämlich nicht auf die ganze Fläche verteilt sondern nur unter die Wände gesetzt - wie gesagt in Gräben. Heute haben sie dann angefangen die Wände zu ziehen.
Ich bin mal gespannt, ob da jetzt noch sowas ähnliches wie Beton verwendet wird. Ein Zementhaufen ist zwar geliefert worden, der ist aber glaube ich für die Fugen zwischen den Backsteinen.
Naja ich sag nur Erdbebengebiet! Gut, dass die meisten Häuser hier nur eine Etage haben.
Das war‘s soweit von mir… Kommentiert mal wieder fleißig.
Liebe Grüße, Jonas
PS: Ach ja und falls ich vorhabt mir demnächst ein Packet zu schicken, bitte vorher Bescheid sagen! Wie gesagt ich hab da so ne Liste mit Sachen aus der Konsumgesellschaft (nicht, dass die 2kg teilweise ungenutzt bleiben). Und außerdem müsste ich dann zu gegebener Zeit auch mal bei der Post vorbeischauen und gucken, ob auch was da ist :P
Ok, ok ich geb’s ja zu, ich hab lange nicht geschrieben. Aber andererseits ist in letzter Zeit auch nicht wirklich viel Neues passiert - der Alltag hat sich halt breit gemacht. Ich bin halt immer zu faul Ein-Absatz-Posts zu schreiben. Deshalb kommt jetzt des Neuste der letzten paar Wochen gebündelt fast aktuell…
Also erst mal wohnt ja David jetzt bei uns. Inzwischen hat er sich auch schon Möbel gekauft und gestern auch angefangen sein Zimmer (grün!?) zu streichen. Schlafen tut er im Moment zwar noch in Hannah’s Bett, denn Hannah ist auf Sansibar – jedenfalls wollte sie dahin, als sie vor fast 2 Wochen weggefahren ist. Seitdem hat man nämlich nichts mehr von ihr gehört. Vermutlich kommt sie nächste Woche wieder und dann sind wir zum ersten Mal 4 im Haus.
Das Gute ist, dass David viel und gerne kocht und so mal ein bisschen Abwechslung in unsere Nudel-Rührei-Kost kommt. Außerdem hat er Ahnung von Computern, sodass ich im Zweifelsfalle ihn fragen kann, wenn die Linux-Rechner an der Schule nicht so wollen, wie ich.
Joa außerdem bekomme ich demnächst auch Besuch. Mein Vater kommt nämlich im Mai nach Uganda und dann wird rumgetourt. Das hätte ich nämlich sonst größtenteils alleine machen müssen und jetzt nehme ich mir halt Urlaub im Mai und dann geht’s endlich mal in die Nationalparks.
Ich hab auch schon eine riesige Liste verfasst, was mir Papa alles noch aus der „Konsumgesellschaft“ mitbringen soll und ich wette, bis Mai ist die nochmal doppelt so lang geworden.
Außerdem bekommt Annet demnächst ihr erstes Kind (März oder April), sodass ich im April wahrscheinlich den Unterricht selber schmeißen muss.
Apropos Unterricht: Es wäre ja schön, wenn demnächst mal Schüler kommen würden. Seit Montag ist nämlich wieder offiziell Unterricht, allerdings sind, nachdem wir Montag (schon!) entschieden haben, welche Kurse wir überhaupt anbieten, verwunderlicher weise noch keine Schüler aufgetaucht. Ich hoffe das wird nächste Woche besser, weil sonst wird das ganze rumgesitze, gelese, geschlafe, Musik-gehöre und Laptop-gespiele in Lehrersimmer bzw. im PC-Raum auf Dauer ziemlich ätzend.
Naja ich sehe mich schon Ende April immer noch nichts zu tun haben… Dann such ich mir aber ein Projekt! Schulhof fegen klingt doch gut… Ok so schlimm ist dann doch noch nicht.^^
Zum Schluss noch eine kleine Abhandlung über ugandische Architektur:
Die Baustelle gegenüber nimmt nämlich gar merkwürdige Formen an…
Erst mal haben sie jede Menge Gräben gegraben – wohlgemerkt per Hand, mit einer Hacke, 10 Man gleichzeitig (Arbeiter kosten ja nichts).
Dann haben sie da Steine rein geschüttet – also so größere Granitdinger. Anschießend wieder Erde rein und fertig war das Fundament!? Das wird nämlich nicht auf die ganze Fläche verteilt sondern nur unter die Wände gesetzt - wie gesagt in Gräben. Heute haben sie dann angefangen die Wände zu ziehen.
Ich bin mal gespannt, ob da jetzt noch sowas ähnliches wie Beton verwendet wird. Ein Zementhaufen ist zwar geliefert worden, der ist aber glaube ich für die Fugen zwischen den Backsteinen.
Naja ich sag nur Erdbebengebiet! Gut, dass die meisten Häuser hier nur eine Etage haben.
Das war‘s soweit von mir… Kommentiert mal wieder fleißig.
Liebe Grüße, Jonas
PS: Ach ja und falls ich vorhabt mir demnächst ein Packet zu schicken, bitte vorher Bescheid sagen! Wie gesagt ich hab da so ne Liste mit Sachen aus der Konsumgesellschaft (nicht, dass die 2kg teilweise ungenutzt bleiben). Und außerdem müsste ich dann zu gegebener Zeit auch mal bei der Post vorbeischauen und gucken, ob auch was da ist :P
Verfasst von
Jonas
um
20:36
Abonnieren
Posts (Atom)